
Hallo, mein Name ist Lisa, und als Coach für psychische Gesundheit setze ich mich dafür ein, dass Betroffenen von psychischer Gewalt und narzisstischem Missbrauch geglaubt und zugehört wird, und dass das Stigma rund um die Auswirkungen emotionaler Gewalt durchbrochen wird.
Was „narzisstischer Missbrauch“ ist, habe ich selbst erst 2019 begriffen, das Jahr, in dem ich es aus einer missbräuchlichen Beziehung geschafft habe. Darauf folgte ein monatelanger Deep Dive in die Welt der Persönlichkeitsstörungen, Beziehungsdynamiken und angrenzende Themen der Psychologie. Mit jedem Tag wurde mir bewusster, dass psychische Gewalt und narzisstischer Missbrauch nicht nur auf partnerschaftlicher Ebene vorkommen, sondern auch im familiären, beruflichen und freundschaftlichen Kontext. Endlich konnte ich in Worte fassen und benennen, was mir und vielen anderen angetan wurde, und mich in meinem Denken und Handeln und Fühlen stets so beeinflusst hatte.
Seit 2019 hat mich das Thema auf privater und beruflicher Ebene nicht losgelassen, und ich setze mich weiterhin tagtäglich mit den Auswirkungen narzisstischer Gewalt auseinander. In meiner Arbeit vereine ich mein Erfahrungswissen als Überlebende narzisstischer Gewalt sowie das Fachwissen, welches ich mir selbst angeeignet und zudem in Fortbildungen und Kursen vertieft habe.
Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit narzisstischen Täter:innen, weiß ich, wie schwer es sein kann, das Trauma Bonding zu durchbrechen, und eine narzisstische Beziehung zu beenden. Möglich war dies für mich erst durch Fachwissen und das Benennen-Können narzisstischer Manipulations- und Missbrauchstaktiken. Genau deshalb liegt es mir am Herzen, dieses Wissen mit Betroffenen und Angehörigen zu teilen, und zu einer Gesellschaft beizutragen, die psychische Gewalt und ihre Auswirkungen nicht mehr verharmlost.
Weiterbildungen
- Weiterbildung zum Coach für psychische Gesundheit, Institut für Bildungscoaching, März 2022
- Weiterbildung zum systemischen Coach, Institut für Bildungscoaching, April 2022
- Psychologie Jahreskurs, ComCare, Januar bis Dezember 2022



„Die Versuchung sich auf die Seite des Täters zu schlagen, ist groß. Der Täter erwartet vom Zuschauer lediglich Untätigkeit. Er appelliert an den allgemein verbreiteten Wunsch, das Böse nicht zu sehen, nicht zu hören und nicht darüber zu sprechen. Das Opfer hingegen erwartet vom Zuschauer, dass er die Last des Schmerzes mitträgt. Das Opfer verlang Handeln, Engagement und Erinnerungsfähigkeit.“
Judith Herman, Die Narben der Gewalt